Friedenshöhe: WOBAU-Dank an ASB-Engel
Es war der Freitag vor dem langen Pfingstwochenende, als im vergangenen Jahr plötzlich Sirenen im Sudenburger Wohnviertel Friedenshöhe aufheulten. In einem Hauseingang waberte aufgrund eines Kellerbrands dichter giftiger Rauch durchs Treppenhaus. Der Eingang im Wohnblock der WOBAU musste evakuiert werden. „Für die acht Mietparteien, darunter betagte und pflegebedürftige Mieterinnen und Mieter, war das buchstäblich eine Katastrophe: Für sie hieß es, Hals über Kopf nur das Nötigste zu packen und ihre Wohnung zu verlassen“, berichtet Kerstin Willenius, Leiterin der WOBAU-Geschäftsstelle Süd, die nach einem Anruf des Notdienstes sofort zum Brandhaus geeilt war.
In diesem Chaos zeigten die Mitarbeiter des ASB-Regionalverbandes Magdeburg e. V. (ASB Magdeburg) aus der Nachbarschaft, was ihr Leitspruch „Wir helfen hier und jetzt“ wirklich bedeutet. „Sie waren sofort zur Stelle, um betroffene und pflegebedürftige Mieterinnen und Mieter fürsorglich zu betreuen. Ein älteres Paar und eine Seniorin wurden sogar vorübergehend im Pflegeheim des ASB Magdeburg in unmittelbarer Nachbarschaft aufgenommen“, sagt Kerstin Willenius: „Für unsere eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter war diese gut organisierte, professionelle Unterstützung am Ort des Geschehens eine große Hilfe.“
Gute Nachbarschaft seit Jahrzehnten
Für die bedankte sich WOBAU-Geschäftsführer Peter Lackner bei einem Treffen mit den „Engeln“ des ASB Magdeburg in Friedenshöhe Ende Januar noch einmal persönlich. Stellvertretend überreichte er Blumen und ein Geschenkpaket an Pflegedienstleiterin Jaqueline Kube und Verwaltungsmitarbeiterin Sandra Wendland im ASB-Seniorenzentrum „Florian-Geyer-Straße“. Dem Lob schloss sich Oliver Müller, Vorstandsvorsitzender des ASB-Regionalverbandes Magdeburg e. V. an: „Herzlichen Dank an das gesamte Team. Es ist großartig, dass unser Leitspruch in dieser Form mit Leben erfüllt und in die Tat umgesetzt wird.“
Der WOBAU-Besuch beim ASB hatte einen weiteren Grund: „Mit dem ASB verbindet uns in Friedenshöhe bereits seit Jahrzehnten eine partnerschaftliche Zusammenarbeit“, so Peter Lackner. So ist auch der Neubau in der Bundschuhstraße 51-53 mit altersgerechten Wohnungen in unmittelbarer Nähe des Seniorenzentrums „Florian-Geyer-Straße“ entstanden.
Gebaut vor einigen Jahren von der WOBAU, wird die moderne Wohnanlage vollumfänglich durch den ASB Magdeburg vermietet und betreut. Darüber hinaus werden Beratungs- und Hilfsangebote für ältere Mieterinnen und Mieter vermittelt, die noch selbständig in den eigenen vier Wänden leben, aber etwa Haushaltshilfe, „Essen auf Rädern“ oder einen ambulanten Pflegedienst benötigen, die der ASB anbietet.
Neue Ideen für altes Heizhaus
„In diesem Jahr wollen wir die Zusammenarbeit mit dem ASB im Quartier gern vertiefen, dazu dient dieser Termin als Auftakt“, erklärt Kerstin Willenius. So gibt es Überlegungen, einem von den Städtischen Werken nicht mehr genutzten Heizhaus im Quartier, das die WOBAU übernommen hat, künftig neues Leben einzuhauchen.
Gemeinsam erfolgreich im Quartier
Kerstin Willenius: „Dort soll unser Hauswartbüro einziehen, es bleibt aber noch Raum, der für die Allgemeinheit genutzt werden könnte. Ideen möchten wir gemeinsam mit dem ASB und den Menschen hier im Quartier in der nächsten Zeit entwickeln.“ Aber auch der ASB Magdeburg plant seinerseits zusätzliche Angebote im Wohnviertel, verriet Geschäftsführerin Antje Ruddat.
Übrigens: Die Seniorin, die zu Pfingsten 2024 Unterschlupf fand, entschied sich inzwischen, fest in die ASB-Senioreneinrichtung umzuziehen. Ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Symbiose zwischen ASB und WOBAU in Friedenshöhe. Sie soll in den nächsten Jahren weiter wachsen.