Versicherungstipp: Ein Ausflug ins Blaue

Seit 1. März 2024 mit dem neuen Mopedschild unterwegs.

Ausgabe Frühjahr 2024

Viele Mopedfahrer freuen sich schon auf den ersten Ausflug im Frühling. Aber zuerst kommt das blaue Mopedschild! Wer Moped, Mofa, Roller oder E-Bike fährt, braucht seit dem 1. März ein neues Versicherungskennzeichen, und das ist im Jahr 2024 blau. Es gilt wieder für ein Jahr und ersetzt das bisherige schwarze Mopedschild.

„Wer nicht rechtzeitig wechselt, verliert den gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtschutz“, erklärt Moritz Strauß, Vertriebsbeauftragter der ÖSA Versicherungen. Das kann teuer werden. Denn wer noch nach dem 29. Februar ohne gültiges blaues Kennzeichen unterwegs ist und dann einen Unfall verursacht, muss den Schaden des Unfallgegners aus der eigenen Tasche zahlen. Und zwar in unbegrenzter Höhe. Kommt beim Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug womöglich ein Mensch dauerhaft zu Schaden, können die Schadenersatzforderungen ruinös werden. Wer ohne die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung auf offener Straße fährt, macht sich zudem strafbar. Es droht eine Geldstrafe. Die Kennzeichenpflicht gilt für alle Kleinkrafträder mit maximalem Hubraum bis 50 Kubikzentimeter oder bis zu 4 kW Motorleistung sowie für E-Bikes ab 26 km/h, für leichte Quads und motorisierte Krankenfahrstühle. Das neue Mopedschild kostet zum Beispiel bei der ÖSA ab 49 Euro und ist in jeder ÖSA-Agentur ab sofort erhältlich. Wer erst später in die Saison starten möchte, zahlt natürlich entsprechend weniger.

Die Haftpflichtversicherung übernimmt nur die Kosten für den geschädigten Unfallgegner. „Deshalb rate ich jedem Mopedfahrer zu einer ergänzenden Teilkaskoversicherung für Schäden am eigenen Fahrzeug“, sagt Moritz Strauß. Die Teilkasko schützt das eigene Zweirad bei Unwetterschäden und Feuer, bei Kurzschluss durch Tierbiss oder einem zerbrochenen Spiegel. Natürlich zahlt die Versicherung ebenfalls bei Diebstahl, auch von Fahrzeugteilen.

Mein Tipp: Wer im Interesse seiner Gesundheit auf Nummer sicher gehen will, sollte wegen des höheren Sturzrisikos und der Verletzungsgefahr beim Zweiradfahren außerdem eine private Unfallversicherung abschließen. Die Gesetzliche bezahlt nur bei Unfällen auf dem Arbeitsweg.

Moritz Strauß,
ÖSA-Vertriebsbeauftragter