Mülltrennung: Warum sie sich für alle lohnt

Wenn Müll falsch entsorgt oder Sperrmüll ohne Anmeldung vor das Haus gestellt wird, leiden nicht nur Umwelt und Wohnumfeld, sondern auch die Geldbörse

Mülltrennung in Deutschland ist nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch eine Möglichkeit für jeden Haushalt, einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Sie hilft aber auch allen Mieterinnen und Mietern, Geld zu sparen. Fakt ist zugleich: Das deutsche System zur Mülltrennung ist zwar effektiv, aber mit den veschiedenen Regeln und verschiedenfarbigen Tonnen nicht ganz einfach zu verstehen.
Die Auswirkungen spürt auch die

WOBAU als Vermieter. Grund sind die Kosten für die Mülltentsorgung und die Beräumung. „Diese sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen“, sagt Tobias Hoffmann, Leiter der WOBAU-Geschäftsstelle Nord mit Blick auf das Aufkommen in den großen Wohnsiedlungen in seinem Bereich. Die Gründe seien vielfältig: „So gibt es die Unbelehrbaren, die ihren Sperrmüll in einer Nacht- und Nebelaktion einfach vor die Haustür stellen oder ihren Müll nicht richtig trennen, wohl wissend, dass es falsch ist. Nicht selten führen auch Sprachbarrieren und unzureichende Kenntnisse zu Problemen. Schließlich wird die Mülltrennung in jedem Land anders gelebt.“
Grund genug für die WOBAU, bei jedem neu abgeschlosenen Mietvertrag auf die kostenlose Sperrmüllentsorgung nach Anmeldung bei der Stadt und die korrekte Mülltrennung aufmerksam zu machen. Hinzu kommen mehrsprachige Aushänge in den Hauseingängen. Auch wurden die Müllcontainer mit entsprechenden Aufklebern versehen. „Einen Nachbarschaftstag im Bereich Kannenstieg/Neustädter See haben wir ebenfalls genutzt, um aufzuklären und mit Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch zu kommen“, so Tobias Hoffmann.

Dies sieht er als weiteren Schritt, um für ein aufgeräumtes, schönes Wohnumfeld zu sorgen und zusätzliche Kosten – auch für die Mieterinnen und Mieter – zu reduzieren. Hoffmann: „Bei der falschen Trennung können durchaus Mehrkosten entstehen, etwa, wenn alle Abfälle in der Restmülltonne entsorgt werden. Dann muss diese auch häufiger geleert werden und die Kos­ten dafür werden auf die Mieter umgelegt.“

Auch für Sperrmüll kann zusätzliches Geld fällig werden. Tobias Hoffmann stellt klar: „Sollte Sperrmüll ohne Anmeldung auf einem Grundstück der WOBAU abgelegt werden, ohne dass der Verursacher ermittelt wird, kann das Geld für die Entsorgung auf alle Mieterinnen und Mieter des jeweiligen Hauses umgelegt werden. Sollte der Verursacher bekannt sein, erhält er natürlich die Rechung.“

 

Sperrmüllentsorgung anmelden

Gut zu wissen: Jeder Haushalt kann pro Jahr zwei Mal bis zu zwei Kubikmeter oder einmal bis zu vier Kubikmeter Sperrmüll ohne zusätzliche Gebühr vom Abfallwirtschaftsbetrieb abholen lassen. Anmeldung unter www.magdeburg.de/sab/sperrmuell oder unter 0391/540 46 88.